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Montag, 6. April 2015

Werkzeugbau für Elektromotoren und Turbinenherstellung Teil 4

Bei der Herstellung von verschiedenen Werkzeugen für den Einsatz in der Produktion kommen neben den konventionellen spanabhebenden Verfahren auch neuere Bearbeitungstechniken durch Handwerker und spezialisierte Fachbetriebe zum Einsatz. Zu diesen Verfahren gehören Startlocherodieren, Senkerodieren und Drahterodieren.
Die Kunden in der Industrie erwarten vom Werkzeugbau für die Elektromotoren- und Turbinenherstellung höchste Präzision und schnelle sowie kostengünstige Lösungen der anstehenden Probleme. Dies wird durch modernste Fertigungsverfahren erreicht. Die Erodierverfahren werden in einer voll klimatisierten Arbeitsumgebung durchgeführt und bieten somit höchste Präzision. Das ist notwendig, da wechselnde Temperaturen die Bearbeitungsverfahren beeinflussen und auch die Messergebnisse verfälschen würden. Metalle dehnen sich bei Wärme bekanntlich aus und schrumpfen bei Kälte. Dies geschieht zwar in Bereichen von wenigen hundertstel Millimetern, die hohe Präzision im Werkzeugbau fordert aber hochpräzise Fertigung.

© Evgeny Korshenkov - Fotolia.com
Wicklung-Turbine
Die Konstruktion der Bauteile und das Erstellen der Programme für die Erodiermaschinen erfolgen mit modernsten CAD-Systemen durch die Handwerker und Fachbetriebe. Die Überwachung der hergestellten Werkzeuge beziehungsweise Einzelkomponenten erfolgt mittels hochpräziser 3D-Profilmessmaschinen. Die Ergebnisse der Messungen werden genau dokumentiert und lassen auch im Nachhinein Rückschlüsse auf eventuelle Fehlerquellen zu. Dabei können die zu erbringenden Leistungen sehr individuell sein. Die Erodierverfahren werden für Bauteile im Werkzeug- und Sondermaschinenbau sowie auch in der Medizintechnik bevorzugt eingesetzt.
Spezialisierte Handwerker und Fachbetriebe setzen diese modernen Fertigungsverfahren ein.
Mehr zum Thema: Elektromotoren und Turbinenherstellung

Montag, 8. Dezember 2014

Werkzeugbau für Elektromotoren- und Turbinenherstellung. Teil 1

Dieses Handwerk ist sehr anspruchsvoll und erfordert viel Kenntnisse.
Die Ausbildung vermittelt Werkstoffkunde, Normteile, Maschinenkunde und viele andere wichtige Fächer. Auch im Handwerk werden Werkzeuge hergestellt.
Der erste Teil der ausführlichen Darlegungen zum Werkzeugbau für Elektromotoren- und Turbinenherstellung befasst sich mit den Aufgaben der Konstruktionsabteilung. Diese Abteilung entwickelt die Werkzeuge nach den gewünschten Erfordernissen in der Produktion.
Dazu gehören als Erstes eine Analyse der Produktionsprozesse und eine Aufnahme wichtiger Kriterien, die optimiert werden sollen. Ziel ist eine hocheffektive Produktion, die hohen Qualitätsstandards entspricht und Kosten gering hält.
Bekanntlich ist die Arbeitsstunde eines spezialisierten Facharbeiters oder Technikers in Deutschland nicht gerade billig, sodass es zwingend erforderlich ist, viele Dinge zu optimieren. Optimal ist, wenn der Werktätige zuständig ist für den reibungslosen Materialfluss, die Überwachung der Produktion und die Qualitätskontrolle. Diese drei Dinge lassen sich zwar auch automatisieren, aber der Aufwand dafür ist oft zu hoch.
Das kann man am Beispiel eines Stanzwerkzeuges für die Rotorbleche oder auch Ständerbleche in Antriebsmaschinen gut verdeutlichen.

© Thomas Söllner - Fotolia.com
Werkzeugbau
Dieses Stanzwerkzeug wird im Werkzeugbau gefertigt und garantiert auf der eingesetzten Maschine eine hohe Arbeitsproduktivität. Die Wiederholgenauigkeit der ausgestanzten Bleche ist über lange Zyklen sehr gut. Das ermöglicht die Fertigung hoher Stückzahlen. Wer schon einmal einen Motor von innen gesehen hat, erkennt, dass viele einzelne Bleche zu einem Paket vereinigt sind. Das ist bei den Rotorblechen und den Ständerblechen der Fall. Es ist unbedingt notwendig, dass alle miteinander verbundenen Bleche genau die gleichen Maße, Radien und Schrägen aufweisen. Ist das nicht der Fall, entstehen unkontrollierte Magnetfelder, die leistungsmindernd für den Elektromotor oder die Turbine sind. Ein Stanzwerkzeug garantiert die gleichen Maße über große Losstückzahlen. Nach einer gewissen Zeit, in der viele Tausende von Blechen gestanzt wurden, muss das Stanzwerkzeug zum Nachschleifen in den Werkzeugbau.
Mehr dazu auf: Werkzeugbau für Elektromotoren- und Turbinenherstellung